Umgang mit Menschen mit psychotischen Krisen


 Psychoseklienten stellen weiterhin eine große Herausforderung für die sozialpsychiatrische Arbeit dar. Viele Klienten haben einen hohen Hilfebedarf und geraten immer wieder in Krisen. Fehlendes Krankheitsbewusstsein, unerwünschte Medikamentenwirkungen, sowie Selbst- und Fremdstigmatisierung sind nur einige Hindernisse für den Genesungsprozess.

 

In diesem Seminar geht es zunächst darum, das Erleben von Psychoseklienten besser zu verstehen. Dazu gehört die Einfühlung in die starken Emotionen, mit denen psychotische Klienten konfrontiert sind (Angst/Panik in Krisen, Scham nach der Krise). Verhaltensweisen und Reaktionen wie fehlendes Krankheitsbewusstsein und Rückzugsverhalten werden dann als sinnvolle Verhaltensweisen nachvollziehbar. Schwerpunkt des Seminars sind selbsthilfeorientierte Handlungsstrategien. Wie können wir Klienten unterstützen, um ihre eigenen Einflussmöglichkeiten auf den Krankheitsverlauf besser zu nutzen und nicht nur auf die oft unbeliebten Medikamente angewiesen zu sein? Wie können Frühwarnzeichen und Krisenauslöser erarbeitet werden? Wie kann hilfreich mit akuter Krisensymptomatik umgegangen werden und wie mit langwierigen Folgen wie sozialer Isolation, Rückzug, Konzentrationsstörungen und weiteren Einschränkungen der Erkrankung?

 

Dieses Seminar wendet sich sowohl an Mitarbeitende, die noch nicht so viel Erfahrung in der Arbeit mit psychotischen Klienten haben, als auch an „alte Hasen“, die neue Anregungen suchen. Unter anderem wird ein neues, auf Selbstmitgefühl basierendes, Behandlungskonzept für Psychoseklienten vorgestellt.

 

Termine 2018